Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Fragebogens für Eltern von Kindern und Jugendlichen mit rheumatischen Erkrankungen. Bisher ist nicht bekannt, wie Eltern die Betreuung durch Spezialambulanzen beurteilen. Die Zufriedenheit mit der medizinischen Behandlung gilt jedoch als wichtiger Bestandteil guter Behandlungsqualität.
Das entwickelte Instrument ist speziell auf die Bedürfnisse der Eltern ausgerichtet. Die Entwicklung der Fragen stützt sich auf Experteninterviews mit Mitarbeitern an Spezialambulanzen sowie auf Aussagen von Patienten und Eltern, die in Fokusgruppen befragt wurden. Weiterer Bestandteil des Fragebogens ist ein bewährtes Set von Fragen des Picker-Instituts zur ambulanten Versorgung.
Derzeit findet eine Pilotbefragung von 400 Eltern und Jugendlichen an 2 Rheumaambulanzen statt. Nach Abschluss der Entwicklung des Befragungsinstruments können bundesweit Eltern von Kindern mit rheumatischen Erkrankungen befragt werden. So werden die speziellen Bedürfnisse dieser Patientengruppe transparent und es können aus den Ergebnissen Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden. Auch ein Vergleich von Ambulanzen untereinander wird so möglich.
Die Initiative zu dem Projekt ging von den Kinderärztinnen Prof. Dr. Gratiana Steinkamp und Dr. Angelika Thon sowie vom Psychologen Dr. Gerald Ullrich aus. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Team der Rheumaambulanz der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie dem Psychologischen Institut der Universität Braunschweig. Das Projekt wird in Kooperation mit der Rheuma-Liga Niedersachsen e.V. durchgeführt und finanziell von der Techniker Krankenkasse (Landesvertretung Niedersachsen) gefördert.
Das Picker Institut entwickelt derzeit einen Fragebogen zur Erhebung der Patientenzufriedenheit von Mukoviszidose-Patienten. Nach erfolgreicher Entwicklung und Testung des Instruments ist eine bundesweite Befragung aller Mukoviszidose-Patienten geplant mit dem Ziel, die Patientenorientierung in der Betreuung und Behandlung der Patienten weiter zu verbessern. Die beteiligten Ambulanzen können dann ihre Ergebnisse mit denen anderer Behandlungseinrichtungen vergleichen, Verbesserungsmaßnahmen entwickeln und durch wiederholte Befragungen die Wirksamkeit dieser Maßnahmen überprüfen.
Erste Ergebnisse, der zur Fragebogenentwicklung durchgeführten Fokusgruppen, wurden auf dem 32. EFCS Kongress (European Cystic Fibrosis Society) in Brest vorgestellt.
Die Initiative zu dem Projekt ging von der Kinderärztin Prof. Dr. G. Steinkamp, Hannover, und dem Psychologen Dr. Gerald Ullrich von der Kinderklinik der Medizinischen Hochschule Hannover aus. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit Experten der Mukoviszidose-Ambulanzen in Hamburg-Altona und in Berlin (Christiane-Herzog-Zentrum) sowie dem Psychologischen Institut der Universität Braunschweig. Das Projekt wird finanziell vom Mukoviszidose e.V. unterstützt, der sich seit über 40 Jahren für Mukoviszidose-Patienten einsetzt. Nähere Informationen zur Arbeit des Mukoviszidose e.V. finden Sie hier.
Die Universität Witten/Herdecke hat im April 2009 im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke die erste klinische Ausbildungsstation eröffnet. Sie wurde entwickelt und durchgeführt vom Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin.
Die Ausbildungsstation dient zum einen der praxisnahen Ausbildung von Medizinstudierenden und soll gleichzeitig die Qualität der Patientenversorgung verbessern. Die Studierenden (PJ’ler) sind dabei für ein PJ-Tertial (16 Wochen) möglichst eigenständig für die Behandlung der Patienten zuständig und werden bei ihrer Arbeit von Ärzten supervidiert.
Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung kooperiert das Interdisziplinäre Zentrum für Versorgungsforschung (IZVF) der Universität Witten/Herdecke mit dem Picker Institut. Untersucht werden u. a. die Auswirkungen der aktiven studentischen Partizipation auf die Qualität der Patientenversorgung. Hierzu werden alle auf der Ausbildungsstation behandelten Patienten nach ihrer Entlassung postalisch zu ihren Erfahrungen auf der Ausbildungsstation befragt.
Im Mittelpunkt stehen dabei:
die Erwartungen in Bezug auf eine anthroposophisch-komplementärmedizinische Behandlung und inwieweit diese erfüllt wurden.
Neben der Patientenperspektive wird in regelmäßigen Abständen auch die Mitarbeitersicht bzgl. der Integration der Studierenden in die Patientenversorgung und den Stationsalltag erhoben.
Erste Ergebnisse wurden in der Zeitschrift für Medizinische Ausbildung (GMS) im August veröffentlicht. Weitere Informationen zur Ausbildungsstation finden Sie unter: www.ausbildungsstation.de.
* Patient satisfaction and quality of oncological care
Die PASQOC®-Studie wurde 2004 zum zweiten Mal bundesweit durchgeführt. Insgesamt haben 49 onkologische Praxen und Ambulanzen an der Studie teilgenommen.
Ziel der PASQOC®-Studie war es, die Qualität der ambulanten onkologischen Versorgung zu untersuchen und so ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse der betroffenen Patienten zu erhalten. Die teilnehmenden Ambulanzen und Praxen hatten die Möglichkeit sich miteinander zu vergleichen und aus den Ergebnissen der Befragung praktikable Vorschläge zur Optimierung der ambulanten Versorgung zu erarbeiten.
Der eingesetzte Fragebogen wurde 2001 speziell für PASQOC® vom Picker Institut in Zusammenarbeit mit GlaxoSmithKline und der Deutschen Krebsgesellschaft entwickelt. Die Studie ist ein Gemeinschaftsprojekt von GlaxoSmithKline und dem Picker Institut. Es handelt sich um ein eingetragenes Warenzeichen.
Die Publiaktionen, die im Rahmen dieser Studie in Zusammenarbeit mit dem Picker Institut erschienen sind, finden Sie hier.
Ziel des Projektes obra war die Verbesserung der akut-rheumatologischen Versorgung. Das Projekt obra, an dem
13 Krankenhäuser teilnahmen, wurde gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (BMGS) und bestand aus drei Komponenten: einer Patientenbefragung, der Messung diagnoseunabhängiger Faktoren wie z.B. des Auftretens von Dekubitus und aus diagnoseabhängigen Messungen.
Das Picker Institut hat im Rahmen des Projektes an zwei Messzeitpunkten (in 2004 und 2005) über 5000 rheumatologische Patienten befragt. Die gewonnenen Ergebnisse dienten der gemeinsamen Erarbeitung von Verbesserungsmaßnahmen sowie dem Vergleich der teilnehmenden Kliniken untereinander. Das Projekt wurde 2006 erfolgreich abgeschlossen.
Unter Federführung des Picker Institute Europe in Oxford wurden von 2001 bis 2002 in acht europäischen Ländern (Deutschland, Großbritannien, Italien, Polen, Slovenien, Spanien, Schweden, Schweiz) je 1000 Menschen zu Ihren Erwartungen bezüglich ihrer künftigen Gesundheitsversorgung interviewt. Die Untersuchungen in Deutschland leitete PD Dr. Marie-Luise Dierks, Abt. Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung an der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Schwartz).
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